Am
Donnerstag war es endlich soweit. Wir zogen um! Zunächst einmal
stand abends aber noch das große Putzen an. Das lief folgendermaßen
ab: Man nehme einen großen Eimer, befülle ihn mit Wasser und kippe
ihn einfach auf dem Fußboden aus. Anschließend wird Waschpulver auf
dem Fußboden verteilt, der Hexenbesen geholt und los geht’s! Für
die besondere Sauberkeit kann man dann noch mit einer kleinen Bürste
die Ecken sauber machen. Ob ihr diese Art des Putzens in Deutschland
ausprobieren wollt und ob ihr denkt, dass das auch für euren
Fußboden gut ist, ist euch selbst überlassen ;) Am Ende kommt der
Abzieher ins Spiel, das ganze Wasser, dass sich nun schön in der
Wohnung verteilt, wird Richtung Ausfluss gekehrt und schon glänzt
der Fußboden!
Am Freitag war in Indien Unabhängigkeitstag. Von überall her konnten
wir Musik hören und auch der Garten von Bapu wurde hübsch
gerichtet. Nach und nach kamen alle Menschen dorthin. Es wurden
Lieder gesunden, Reden gehalten und die Fahne gehisst. Aus ihr fielen
Blumen. Außerdem gab es für jeden einen Chai-Tea und ein indisches
Gebäckstück. Da unser Koordinator Angst hatte, es könne irgendwo
einen Anschlag geben, bekamen wir Ausgangsverbot. Also verbrachten
wir den Tag in seinem klimatisieren Office und entspannten uns dort.
Abends mussten wir feststellen, dass die Küche von Bapu aufgrund des
Feiertages geschlossen hatte. Wir hatten Glück, wir wurden zum
südindischen Essen in einem Restaurant eingeladen.
Am
Sonntag klingelte unser Wecker schon um 5, da wir um 6 Uhr einen
Ausflug mit persönlichem Fahrer nach Agra starteten.
Glücklicherweise konnte der Fahrer etwas englisch und passte sehr
gut auf uns auf. Nach einer Fahrt auf dem Yamuna Expressway und ein
paar Stops, kamen wir gegen 10 Uhr am Tay Mahal an. Es war wahnsinnig
voll dort, viele Menschen haben dieses lange Wochenende genutzt, um
einen Ausflug zu machen. Es verging etwas Zeit bis wir am Eingang
ankamen, da wieder etliche Menschen versuchten uns etwas Gutes zu tun
oder uns anzuquatschen. Wir verhielten uns, wie vom Fahrer empfohlen
und wie schon oft auf den Straßen bei unserem Zuhause praktiziert:
Auf niemanden eingehen, einfach weiterlaufen oder ein sehr strenges
„No“ von sich geben, damit man in Ruhe gelassen wird.
Das
Taj Mahal, eines der Weltwunder, sieht gigantisch aus. Jonathan
machte sehr viele Bilder und wir bewunderten das gesamte Werk 2
Stunden lang.
Danach
brummte unser Magen, also wurden wir in ein schönes Restaurant
gebracht. Wir gingen unserem Bedürfnis nach und wählten Spaghetti
mit Tomatensoße anstatt eines indischen Gerichtes. Was war das
lecker! Noch immer können wir uns darüber freuen!
Eine
weitere Sehenswürdigkeit in Agra ist das Agra Fort; eine Festung.
Auch dort verbrachten wir einige Zeit in der Hitze, die uns schon
beim Taj Mahal zu schaffen machte. Vom Agra Fort aus, hat man einen
sehr schönen Blick auf das Taj Mahal.
Nach
einem Kaffee (Kaffee ist eine Seltenheit für uns geworden. Nach 2
Wochen war dies erst der Zweite, den wir getrunken haben) ging es am
späten Nachmittag wieder zurück Richtung New Delhi. Wir wurden
beide etwas wehmütig, der Weg war so wunderschön: Bäume, viel
Grün, weite Felder, Stille, Sauberkeit, kaum Menschen. All dies
steht sehr im Gegensatz zu der großen Stadt Delhi.
Hallo ihr beiden,
AntwortenLöschendas sind ja tolle Berichte - es ist alles dabei ;-) Euer Ausflug muss ja super schön gewesen sein, trotz Hitze. Mit welchen Aufgaben hat man euch denn eigentlich betraut?
Wünsche euch noch weiter eine schöne Zeit in New Delhi!
Gruß aus Bremen,
Anke
Wir haben am Anfang im Bereich der Massagen gearbeitet. Nach einer Weile bin ich zur Magnettherapie gewechselt. Je nach dem wo die Patienten Schmerzen haben, bringe ich Magnete an ihrem Körper an. Jonathan arbeitet seit dieser Woche in der Physiotherapie. Liebste Grüße :)
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