Montag, 18. August 2014

18.08.2014

Am Donnerstag war es endlich soweit. Wir zogen um! Zunächst einmal stand abends aber noch das große Putzen an. Das lief folgendermaßen ab: Man nehme einen großen Eimer, befülle ihn mit Wasser und kippe ihn einfach auf dem Fußboden aus. Anschließend wird Waschpulver auf dem Fußboden verteilt, der Hexenbesen geholt und los geht’s! Für die besondere Sauberkeit kann man dann noch mit einer kleinen Bürste die Ecken sauber machen. Ob ihr diese Art des Putzens in Deutschland ausprobieren wollt und ob ihr denkt, dass das auch für euren Fußboden gut ist, ist euch selbst überlassen ;) Am Ende kommt der Abzieher ins Spiel, das ganze Wasser, dass sich nun schön in der Wohnung verteilt, wird Richtung Ausfluss gekehrt und schon glänzt der Fußboden!

Am Freitag war in Indien Unabhängigkeitstag. Von überall her konnten wir Musik hören und auch der Garten von Bapu wurde hübsch gerichtet. Nach und nach kamen alle Menschen dorthin. Es wurden Lieder gesunden, Reden gehalten und die Fahne gehisst. Aus ihr fielen Blumen. Außerdem gab es für jeden einen Chai-Tea und ein indisches Gebäckstück. Da unser Koordinator Angst hatte, es könne irgendwo einen Anschlag geben, bekamen wir Ausgangsverbot. Also verbrachten wir den Tag in seinem klimatisieren Office und entspannten uns dort. Abends mussten wir feststellen, dass die Küche von Bapu aufgrund des Feiertages geschlossen hatte. Wir hatten Glück, wir wurden zum südindischen Essen in einem Restaurant eingeladen.

Am Sonntag klingelte unser Wecker schon um 5, da wir um 6 Uhr einen Ausflug mit persönlichem Fahrer nach Agra starteten. Glücklicherweise konnte der Fahrer etwas englisch und passte sehr gut auf uns auf. Nach einer Fahrt auf dem Yamuna Expressway und ein paar Stops, kamen wir gegen 10 Uhr am Tay Mahal an. Es war wahnsinnig voll dort, viele Menschen haben dieses lange Wochenende genutzt, um einen Ausflug zu machen. Es verging etwas Zeit bis wir am Eingang ankamen, da wieder etliche Menschen versuchten uns etwas Gutes zu tun oder uns anzuquatschen. Wir verhielten uns, wie vom Fahrer empfohlen und wie schon oft auf den Straßen bei unserem Zuhause praktiziert: Auf niemanden eingehen, einfach weiterlaufen oder ein sehr strenges „No“ von sich geben, damit man in Ruhe gelassen wird.
Das Taj Mahal, eines der Weltwunder, sieht gigantisch aus. Jonathan machte sehr viele Bilder und wir bewunderten das gesamte Werk 2 Stunden lang.




Danach brummte unser Magen, also wurden wir in ein schönes Restaurant gebracht. Wir gingen unserem Bedürfnis nach und wählten Spaghetti mit Tomatensoße anstatt eines indischen Gerichtes. Was war das lecker! Noch immer können wir uns darüber freuen!
Eine weitere Sehenswürdigkeit in Agra ist das Agra Fort; eine Festung. Auch dort verbrachten wir einige Zeit in der Hitze, die uns schon beim Taj Mahal zu schaffen machte. Vom Agra Fort aus, hat man einen sehr schönen Blick auf das Taj Mahal.



Nach einem Kaffee (Kaffee ist eine Seltenheit für uns geworden. Nach 2 Wochen war dies erst der Zweite, den wir getrunken haben) ging es am späten Nachmittag wieder zurück Richtung New Delhi. Wir wurden beide etwas wehmütig, der Weg war so wunderschön: Bäume, viel Grün, weite Felder, Stille, Sauberkeit, kaum Menschen. All dies steht sehr im Gegensatz zu der großen Stadt Delhi.



2 Kommentare:

  1. Hallo ihr beiden,
    das sind ja tolle Berichte - es ist alles dabei ;-) Euer Ausflug muss ja super schön gewesen sein, trotz Hitze. Mit welchen Aufgaben hat man euch denn eigentlich betraut?
    Wünsche euch noch weiter eine schöne Zeit in New Delhi!
    Gruß aus Bremen,
    Anke

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  2. Wir haben am Anfang im Bereich der Massagen gearbeitet. Nach einer Weile bin ich zur Magnettherapie gewechselt. Je nach dem wo die Patienten Schmerzen haben, bringe ich Magnete an ihrem Körper an. Jonathan arbeitet seit dieser Woche in der Physiotherapie. Liebste Grüße :)

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