Letzte
Woche haben wir uns ein Auto gemietet und waren wir im
Addo-Elefantennationalpark. Wirklich der Wahnsinn, wenn auf einmal
ein riesen großer Elefant vor einem steht. Ich war erst etwas
skeptisch, ob er unser Auto vielleicht nicht sieht und uns
übertrampelt. Aber ich konnte feststellen, dass sie doch sehr
friedlich und niedlich sind. Abgesehen von vielen Elefanten haben wir
Warzenschweine, einen Wolfshund, Schildkröten, verschiedene
Vogelarten und Zebras gesehen.
Wir
haben an diesem Tag auch unsere erste Erfahrung damit gemacht auf der
linken Seite zu fahren, was ganz gut funktioniert hat!
An
einem anderen Tag haben wir an einer geführten Tour durch Port
Elizabeth und den Townships teilgenommen. Wir hatten die Befürchtung,
dass der Teil in den Townships irgendwas von einem Zoobesuch haben
könnte, denn es ist ja schon komisch mit einem Auto durch diese
Gebiete zu fahren und sich diese als Weiße anzuschauen. Unser
Befürchtung hat sich jedoch nicht bestätigt, eigentlich hatte man
das Gefühl kaum aufzufallen. Unser Wissenshorizont wurde an diesem
Tag um einiges bereichert. In der Alltagssprache benutzt man den
Begriff Township in der Regel, wenn man über eine arme Gegend
spricht. Dass der Begriff Township jedoch einfach eine Gegend, in der
schwarze Menschen leben, egal wie reich oder arm sie sind,
bezeichnet, wussten wir nicht. Wir haben also nicht nur Gegenden mit
Wellblechhütten gesehen, sondern auch Villen, in denen sehr
wohlhabende Menschen wohnen.
Ein
nicht sehr schönes Gefühl überkommt einen, wenn man sieht, wie
Menschen einen ganzen Kuhkopf an einem Straßenstand kochen. Im
Vordergrund steht aber wohl, dass dies für sie eine Möglichkeit
ist, sich zu ernähren.
Die
typischen Häuser in den armen Townships sind die „Nelson
Mandela-Häuser“. Nelson Mandela hatte zu seiner Zeit die Idee
Häuser für die Armen zu bauen. Sicherlich ist es keine schlechte
Idee, wenn eine Regierung den Armen Häuser schenkt. Trotzdem ist es
die Frage, inwiefern es gut ist, dafür Menschen zu befehlen, dass
sie ihre Hütten verlassen müssen und sie letztendlich umgesiedelt
werden (oder selbst einen neuen Platz finden müssen, an dem sie eine
Hütte bauen können?), damit auf diesen Grundstücken ein Haus für
jemand anderes gebaut werden kann. Die Menschen haben die Möglichkeit
sich für ein Haus zu bewerben und warten in der Regel anschließend
viele Jahre darauf ein Haus zu bekommen. Wenn sie eins bekommen
haben, müssen sie nur Wasser und Elektrizität bezahlen, nach 10
Jahren dürfen sie, wenn sie möchten, das Haus weiter verkaufen. Ich
gehe aber mal davon aus, dass das sehr wenige Menschen tun.
Morgen
führt uns unsere Reise über die Garden Route weiter nach Kapstadt.
Es ist wirklich schade diesen wunderschönen Ort hier zu verlassen,
aber so langsam steigt die Vorfreude auf die Reise.
Wir
haben hier im Garten noch sehr viel gearbeitet und man sieht
allerhand Veränderungen im Garten. Schade, dass wir kein
Vorher-/Nachherfoto gemacht haben. Dann könnten wir euch zeigen was
wir so geleistet haben :)
Achja;
ein sehr interessantes Erlebnis: Wir standen in einem Feld voller
Kuhscheiße. Hiermit meinen wir nicht eine Wiese auf der etwas
Kuhscheiße liegt, sondern ein ganzes Feld voller Kuhscheiße circa
einen halben Meter hoch. Wir haben eine Menge Kuhscheiße auf einen
Jeep geschaufelt, um sie als Dünger im Garten zu verwenden.
| Addo - Nationalpark |
| Addo - Nationalpark |
| Unser Komposthaufen |
| Kuhscheiße |
Nelson Mandela Häuser
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Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute! Tolle Bilder und eindrucksvolle Bericht.
AntwortenLöschenLG aus dem naßkalten Verne,
Christian
Hallo Ihr Reisenden,
AntwortenLöschenvielen Dank dafür, dass wir durch eure Berichte und Bilder dabei sein dürfen! Sehr beeindruckend! Ich wünsche euch weiterhin tolle Erfahrungen, nette Begegnungen - die kulturellen Eindrücke und Erlebnisse, die nicht der europäischen ähneln, gehören dazu - und für die nächste Station einen guten Start.
Viele Grüße aus Bremen
von Anke